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Erotik Disko JCM in Nürnberg
Liebes Josy-Team,
in diesem Monat habe ich mir euren Pärchenclubführer
(Auflage Mai 1999) im Beate-Uhse-Shop in Berlin gekauft und natürlich gleich gelesen. Da
ich eure Berichte, Infos und das Kontaktmagazin sehr schätze, würde ich mich gerne auch
an einem Clubbericht für euren Führer beteiligen. Leider fehlen noch so viele Berichte
über viele Clubs und gerade das finde ich für Einsteiger oder Paare, die gerne mal
woanders hingehen wollen, schon sehr wichtig. Da die Anzeigen oder Adressen ja nicht sehr
viel über einen Club aussagen oder meist nur blenden", finde ich Infos oder
erweiterte Angaben hierüber am besten. Also nun zu meinem Bericht über die Wunderwelt
JCM in Nürnberg, Brettergartenstraße 94 (Clubnr. 90-005, Wunderwelt, Tel.:
0911/3262115). Stefan und ich haben diesen Club am Mittwoch den 05.01.2000 (der Vorabend
vor Heilig-Drei-König) um ca. 23.00 Uhr besucht. Für mich war es der allererste Besuch
überhaupt in einem Club und für Stefan das dritte Mal, aber auch er kannte den Club noch
nicht. Auf den Club bin ich über das Internet und auch durch Anzeigen der regionalen
Zeitung gestoßen. Geöffnet hat die Wunderwelt Mon. - Sam. ab 20.00 Uhr, Son. ab 16.00 -
24.00 Uhr. Zusätzlich gibt es noch eine Frühstücksparty von Mon. - Frei. ab 10.00 -
16.00 Uhr. Die Eintrittspreise für Paare betragen 50 DM, am Samstag jedoch 80 DM. Herren
zahlen immer 200 DM, Damen haben stets kostenfreien Eintritt. Der Club liegt diskret und
unauffällig zurückgesetzt in einer Wohn-hausgegend mit Geschäften. Parkmöglichkeiten
sind im Hof genügend vorhanden. Jedoch sollten Ortskenntnisse vorhanden sein, da man den
Club nur nach etwas Suchen findet. Also Stefan und ich sind wie schon erwähnt gegen 23.00
Uhr in der Wunderwelt eingetroffen. Eine nette Dame hat uns geöffnet und uns in den
Umkleideraum gebracht. Sie stellte sich als Margit vor und fragte, ob wir schon einmal
hier gewesen seien. Da wir beide dies verneinten, bot sie an, uns den Club zu zeigen. Auf
die Frage, ob sie denn hier die Betreiberin sei, sagte sie, sie wäre selbst nur ein
Stammgast", würde uns aber dennoch mit Rat und Tat zur Seite stehen. Der
Umkleideraum verfügt über genügend abschließbare Fächer für Taschen, Wertsachen
usw., bietet jedoch nur begrenzten Raum für Sitz- und Stehmöglichkeiten zum An- und
Auskleiden. Dagegen sind genug Kleiderbügel und Platz zum Aufhängen der Kleidung
vorhanden. Es wurde uns noch mitgeteilt, daß man auch Wertgegenstände an der Bartheke
hinterlegen kann bzw. den Schlüssel dort dann abgibt.
Die Zahlung des Eintritts erfolgt erst beim Verlassen des Clubs, was wir als sehr angenehm
empfanden, da für solche Dinge auch noch später genug Zeit ist. Fertig umgezogen folgten
wir Margit in den großen Bar- und Aufenthaltsbereich. Die Bar ist sehr schön nach
karibischer Art eingerichtet mit einigen kleinen Nischen für Verliebte und Schüchterne.
Eine Couch bietet weitere angenehme Sitzmöglichkeiten. Margit gab an, daß alle Getränke
im Preis inbegriffen seien, sowohl auch das Essen. Sie zeigte auf den Tisch, wo noch
einige belegte Semmeln auf einem Tablett lagen. Sie meinte, daß es aber am Wochenende
immer warmes Essen gäbe, unter der Woche gäbe es nur kalte Platten und verwies dann auf
das Zimmer mit einer darin befindlichen Küche (also sollte man rechtzeitig hier sein,
sonst gibt es nur noch Reste!).
An dem Abend waren außer uns noch das
Betreiberpaar,
5 - 6 Paare und ca. 3-4 Soloherren anwesend. Wie es sonst so abgeht oder wie voll es sonst
ist, sollte man(n) vielleicht selbst ausprobieren/testen, z. B. am Wochenende. Margit
zeigte uns also die Räumlichkeiten, die alle direkt von der Bar aus einsehbar bzw.
erreichbar sind. Alle Räume liegen auf einer Ebene und sind für jeden zugänglich (also
nicht abschließbar, (außer WC/Duschräume). Die Toiletten und Duschräume sind zusammen
untergebracht, aber jeweils für Damen und Herren getrennt. Dann folgten die eigentlichen
Zimmer". Da gibt es das Videozimmer, ein SM-Zimmer mit Andreaskreuz und
Liebesschaukel, ein Pärchenzimmer mit viel Platz, das extra gedämpft beleuchtet ist und
natürlich fehlen auch nicht die Kissen zum Reinkuscheln. Dann wäre da noch das
Spannerzimmer", das ebenfalls ausgestattet ist wie das Pärchenzimmer, jedoch
nur durch eine kleine Tür begehbar ist. Die Wände sind mit schwarzen Lack verkleidet und
Rotlicht sorgt für die richtige Stimmung. Durch kleine Schlitze kann man von außen das Geschehen innen wunderbar verfolgen und die Betrachteten
können dann bei den Beobachtern selbst auch noch mit Hand" anlegen. Das
nächste Zimmer ist mit viel Plüsch bzw. Teppich ausgestattet und vornehmlich in rot
gehalten. Auch gibt es dort eine aufblasbare Gummipuppe, die es sich in einem Sessel
bequem macht (der scheint auch schon die Luft - bei so viel Aktion - ausgegangen zu sein).
Von diesem Zimmer aus geht es in ein weiteres kleines Zimmer, dass, wie das Spannerzimmer
auch, nur durch eine kleine Öffnung begehbar ist. Dieser Raum lädt zum Kuscheln und
Träumen ein. Die Wände sind auch in rotem Plüsch gehalten. An einer Wand befinden sich
Spiegel zur Luststeigerung, der Boden ist mit Matratzen ausgelegt, auf dem wiederum Kissen
das behagliche Gefühl der Heimeligkeit noch steigern können. Dieser Raum eignet sich
besonders auch für Einsteiger oder Paare, die sich ein wenig absondern möchten, jedoch
ist dieser leider nicht abschließbar. Zum Schluß des Rundgangs kommen wir in die Sauna.
Der Raum ist sehr großzügig gehalten und liebevoll eingerichtet. Neben der Sauna, die
genügend Platz bietet, befinden sich dort auch eine Dusche, Solarium und Ruhebereiche mit
Liegestühlen. Die Handtücher kann man sich am Eingang zur Sauna mitnehmen. Auch hier
herrscht Sauberkeit und es kommt einem gleich wieder das karibische Flair wie an der Bar
entgegen. Danach war unser Rundgang beendet. Wir setzten uns an die Bar zu den anderen
Paaren und bestellten uns bei Jürgen (dem Betreiber) einige Drinks. Ab und zu sahen wir
in den verschiedenen Zimmern nach, ob sich denn schon etwas rührt. Wie wir feststellten,
war das Pärchenzimmer an diesem Abend der volle Renner. Kurz bevor wir aufbrachen (so
gegen l.30 Uhr) vergnügten sich dort noch einige Paare. Auch im Videozimmer ließ sich
ein Paar nebst Soloherr nieder und in der Sauna herrschte noch lange regsame
Betriebsamkeit. Da Stefan und ich für unser erstes Mal" noch alleine ohne
fremde Blicke und Soloherren sein wollten, kam bei mir nicht so die richtige Stimmung auf.
So beschlossen wir den Abend ruhig ausklingen zu lassen und verließen den Club mit vielen
neuen positiven und auch negativen Eindrücken.
Mein Fazit zu diesem Club ist:
Beim ersten Besuch telefonisch sich erkundigen (z. B. über Mottofeten, Veranstaltungen,
Besucherzahl), damit man nicht gleich ins kalte Wasser fällt. Sonst ist der Club sehr
sauber und bietet in jedem Spielzimmer ausreichend Kondome und Papiertücher an. Die
anwesenden Soloherren waren keinesfalls aufdringlich, sondern sehr zurückhaltend, was ich
als sehr angenehm empfand. Nicht gefallen hat mir, daß die Betreiber
Claudia und Jürgen sich keine Minute für uns
interessierten, sondern nur bei den Stammgästen" saßen. Erst beim Bestellen
der Getränke wurden sie aktiv sowie bei der Bezahlung des Eintritts. Auch die Gäste
wirkten sehr zurückhaltend und verschlossen, was evtl. darauf zurückzuführen ist, dass
man sich untereinander gut kannte und nur wenig neue" unter der Woche
hinzustoßen. Die Zimmer sind alle schön und großzügig, jedoch etwas zu einfach
eingerichtet bzw. gehalten. Das SM-Zimmer ist leider viel zu klein und läßt keine
größeren Aktionen" zu. Auch die Einrichtung mit Gegenständen könnte noch
etwas verbessert werden. Das Videozimmer empfanden wir als zu ungemütlich, da dies wie
ein Wartezimmer auf uns wirkte, ausser das dort keine Pornos laufen. Was mir bzw. uns
beiden besonders abging, war ein abschließ-barer Raum, denn alle Spielzimmer verfügen
über keine Türen bzw. sind von außen einsehbar. Die Altersgrenze der Gäste liegt in
der Mitte der 30-er bis Anfang 40-er. Alle wirkten auf uns gepflegt, sauber und ordentlich. Der Club hat ein einfaches Niveau und ist für diese
Verhältnisse empfehlenswert, jedoch sollten sich Anfänger bzw. Einsteiger vorher erst
gründlich informieren. Die Eintrittspreise sind für das Gebotene günstig, denn Essen
und Getränke sind mit inbegriffen. Die Aufmachung im Internet empfand ich als viel zu
gehoben, was nicht ganz der Wirklichkeit entsprach.
So liebes Josy-Team, ich hoffe mein Bericht ist nicht zu lang geworden und ihr könnt ihn verwenden bzw. gebrauchen. Falls noch Rückfragen wären, könnt ihr mir ja auch schreiben.
Andrea